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Obedience
stammt ursprünglich aus England und wird oftmals beschrieben
als "die hohe Kunst der Unterordnung". Die Grundübungen
wie Fussgehen, Heranrufen oder Abliegen sind in vielen Prüfungen
und Sportarten die gleichen, wie z.B. bei der Begleithundeprüfung,
im Turnierhundesport und im VPG-Bereich.
Obedience legt jedoch den größten Wert auf die möglichst
präzise Ausführung einer Übung. Ein schräges
Vorsitzen oder ein Nachhängen beim Fussgehen gibt daher einige
Punkte Abzug.
Es gibt vier verschiedene Klassen. Ausgenommen bei der Einsteiger-Klasse
Sub-Novice braucht man jeweils 3 qualifizierende Läufe (="legs"),
um den jeweiligen Obedience-Titel zu erreichen und in der höheren
Klasse starten zu dürfen.
Sub-Novice ist die niedrigste Stufe, bei der alle Übungen
an der Leine ausgeführt werden; in der Novice-Klasse bekommt
der Hund mit drei "legs" den CD-Titel verliehen; die
Open-Klasse schließt mit dem CDX-Titel ab und in der "Königsklasse"
Utility können sich Hund und Mensch den UD verdienen.
In einer Kombination aus legs in Open und Utility kann ein Hund,
der schon den UD-Titel trägt, den UDX-Titel verdienen. Der
OTCH wird mit einem Punktesystem erreicht. Alle Punktezahlen in
Open und Utility werden in einer eigenen Tabelle umgesetzt. Hat
ein Hund schließlich 100 Punkte zusammen, bekommt er den
OTCH-Titel verliehen. Eine Punktezahl von z.B. 195 von 200 Punkten
entspricht 10 Punkten für den OTCH.
CD = Companion Dog
CDX = Companion Dog Excellent
UD = Utility Dog
UDX = Utility Dog Excellent
OTCH = Obedience Trial Champion
Wie alle Arbeitstitel stehen auch die Obedience-Titel hinter dem
Namen des Hundes, ausgenommen der Titel des Obedience Trial Champions
(OTCH), welcher vor dem Namen getragen werden darf.
Novice-Klasse
In dieser Klasse gibt es die Übungen Langes Sitz und Langes
Platz, welche in der Gruppe durchgeführt werden. Hier sollen
die Hunde 1 Minute sitzen und 3 Minuten liegen bleiben.
In den Einzelübungen wird mit der Leinenführigkeit begonnen.
Der Richter gibt die Kommandos "Forward" (Losgehen),
"Halt" (Anhalten, Hund muss bei Fuss sitzen), "Left
Turn" (Linker Winkel), "Right Turn" (Rechter Winkel),
"About Turn" (Kehrtwendung), "Fast" (Schnelles
Schrittempo) und "Slow" (Langsames Schrittempo). Das
Schema ist in jeder Klasse unterschiedlich, wird aber vom Richter
zuvor demonstriert.
Nach der Leinenführigkeit wird eine 8er-Figur um zwei Ringhelfer
gegangen. Danach wird der Hund abgeleint und es folgt die Stehen-und-Betasten-Übung.
Der Hund wird ins Steh gebracht, der Hundeführer tritt zwei
Meter vor und stellt sich vor seinen Hund. Der Richter wird dem
Hund nun einmal über den Rücken streichen, der Hund
sollte stehen bleiben und keinen Fuß versetzen.
Danach wird die Freifolge gerichtet, welche im selben Schema und
mit den selben Kommandos wie die Leinenführigkeit gerichtet
wird.
Als letzte Übung kommt das Abrufen, bei dem der Hund am einen
Ende des Rings abgesetzt wird und von seinem Hundeführer
ans andere Ende herangerufen wird. Der Hund soll gerade vorsitzen
und auf Kommando in die Grundstellung wechseln.
Open-Klasse
Auch hier gibt es eine Gruppenübung, bei der die Hunde 3
Minuten sitzen und 5 Minuten liegen bleiben müssen, während
die Hundeführer außer Sicht sind.
Die Einzelübungen werden komplett ohne Leine gemacht, begonnen
wird mit der Freifolge wie sie in der Novice-Klasse auch gemacht
wird. Danach folgt die 8er-Figur, auch ohne Leine.
Nächste Übung ist das Heranrufen mit ins Platz senden.
Der Hund wird wie in der Novice-Klasse auch am einen Ende des
Rings abgesetzt und auf Zeichen des Richters herangerufen. Wenn
der Richter ein Signal gibt, soll der Hundeführer den Hund
mit einem Sichtzeichen oder Hörzeichen ins Platz senden.
Auf Signal des Richters wird der Hund wieder herangerufen und
die Übung wie in Novice beendet.
Als nächstes kommt der Apport auf der Ebene. Der Hundeführer
wirft sein Apportel und schickt den Hund auf Anweisung des Richters
los. Der Hund soll das Apportel ruhig halten und gerade vorsitzen.
Auch diese Übung wird mit der Grundstellung beendet.
Danach folgt der Apport über den Hochsprung. Vor Beginn des
Trials wurde jeder Hund, der in Open startet, ausgemessen und
der Hochsprung entsprechend aufgelegt. Hier soll der Hund das
Apportel holen, indem er auf dem Hinweg und auf dem Rückweg
mit Apportel über den Hochsprung springt. Die Übung
wird wie das Apportieren auf der Ebene beendet.
Die letzte Übung in Open ist der Weitsprung. Der Hundeführer
setzt seinen Hund vor dem Weitsprung ab und stellt sich selber
neben das Hindernis. Auf Anweisung des Richters soll der Hund
gerade über den Weitsprung springen, einen kleinen Bogen
laufen und dann wieder vorsitzen. Der Mensch dreht sich während
des Sprunges im 90° nach rechts. Eine letzte Grundstellung
beendet auch diese Übung.
Utility-Klasse
...folgt...
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